Krankenhausabteilungen – Übersicht
Diese Übersicht von Krankenhausabteilungen zeigt Ihnen, in welchen Bereichen wir als Supervisoren tätig werden.
Supervision für medizinische Fachabteilungen
- Anästhesiologie und Intensivmedizin
- Innere Medizin
- Orthopädie
- Angiologie
- Pneumologie
- Kardiologie
- Gastroenterologie
- Neurologie
- Hepatologie
- Urologie
- Radiologie und Nuklearmedizin
- Chirurgie, darunter Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Thoraxchirurgie (Brustkorb), Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Neurochirurgie (Gehirn und Wirbelsäule), Kinderchirurgie, Viszeralchirurgie und Plastische Chirurgie
- Ophthalmologie (Augenärztliche Fachabteilung)
- Dermatologie und Venerologie (Fachabteilung für Hautkrankheiten und Geschlechtskrankheiten)
- Endokrinologie (Endokrinologen diagnostizieren und therapieren Erkrankungen der hormonproduzierenden Drüsen (Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Eierstöcke, Hoden, Nebennieren) und den in Folge von Ungleichgewichten entstehenden Komorbiditäten.
- Hämatologie
- Nephrologie
- Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Pädiatrie
- Kinderonkologie
- Geriatrie
- HNO – Hals-Nasen-Ohren-Fachabteilung
- Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
- Onkologie
- Palliativstation
Supervision für die Pflegedienstleitung und die Pflegefachkräfte
Die Pflegedienstleitung hat eine besondere Funktion, da ihre Pflegefachkräfte in allen Medizinischen Fachabteilungen eines Krankenhauses zum Einsatz kommen. Beispiele:
- Allgemeinpflegestationen
- Intensivstation
- Endoskopie
- Poliklinik
- alle medizinischen Fachabteilungen (nach oben zur Übersicht der Fachabteilungen)
Supervision für Verwaltung und weitere nichtmedizinische Abteilungen im Krankenhaus
Außer für die – je nach Klinikum unterschiedlichen – medizinischen Fachabteilungen sind Supervisionen auch für folgende Abteilungen und Kompetenzbereiche im Krankenhaus möglich:
- Verwaltungsabteilung
- Sozialer Dienst
- Revision
- Personalabteilung
- Abteilung Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
- Einkaufsabteilung
- Aufnahme- und Casemanagement
- Krankenhausseelsorge
Krankenhausabteilungen: Referenzübersicht für alle Kliniktypen
Diese Referenz listet die Fachabteilungen und zentralen Einrichtungen, die in Krankenhäusern und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland vorkommen. Das Spektrum hängt vom Krankenhaustyp (Allgemeinkrankenhaus nach Versorgungsstufe, Fachkrankenhaus, Universitätsklinikum, Rehabilitationsklinik, Belegkrankenhaus), der Bettenzahl und dem Versorgungsauftrag ab. Fachkrankenhäuser werden in der Regel keiner Versorgungsstufe zugeordnet und halten ausschließlich die Abteilungen ihres Schwerpunktes vor.
Versorgungsstufen von Allgemeinkrankenhäusern (landesspezifisch unterschiedlich, häufig drei Stufen):
- Grundversorgung: vorrangig Innere Medizin und Chirurgie (Allgemein- und Unfallchirurgie), häufig ergänzt um Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Anästhesie und Radiologie. Keine hochspezialisierten operativen Abteilungen.
- Regelversorgung: erweitertes Spektrum mit zusätzlichen Abteilungen wie HNO, Augenheilkunde, Urologie, Orthopädie, Neurologie.
- Maximalversorgung (einschließlich Universitätskliniken): umfassendes Spektrum aller relevanten Fachgebiete einschließlich hochspezialisierter Abteilungen (Herzchirurgie, Neurochirurgie, Transplantationsmedizin, komplexe pädiatrische und onkologische Schwerpunkte).
Angaben orientieren sich an der Fachabteilungsgliederung des Statistischen Bundesamtes sowie an gängigen Organisationsformen. Nicht jede Abteilung ist in jedem Haus vorhanden; bestimmte Abteilungen kommen ausschließlich in Maximalversorgern oder spezialisierten Fachkliniken vor und fehlen in Häusern der Grundversorgung oder in nicht einschlägigen Fachkrankenhäusern.
Chirurgische Fachabteilungen
Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie
Diagnostik und operative Behandlung von Erkrankungen der Bauchorgane, der Schilddrüse und der Weichteile. In Häusern der Grundversorgung als Kernabteilung vorhanden. In größeren Häusern häufig als eigenständige Viszeralchirurgie oder kombiniert mit Thoraxchirurgie ausgewiesen. Fehlt in reinen Fachkrankenhäusern ohne chirurgischen Auftrag (Psychiatrie, reine Rehabilitationskliniken ohne operative Komponente).
Unfallchirurgie und Orthopädie
Versorgung von Verletzungen des Bewegungsapparates sowie konservative und operative Behandlung von Erkrankungen der Gelenke, der Wirbelsäule und des Stützapparates. In Grund- und Regelversorgung häufig kombiniert. Eigenständige Orthopädie oder Wirbelsäulenchirurgie in größeren und Fachhäusern. Fehlt in rein internistischen oder psychiatrischen Fachkrankenhäusern.
Thoraxchirurgie
Operative Behandlung von Erkrankungen der Lunge, des Mediastinums und der Brustwand. Vorrangig in Häusern der Regel- und Maximalversorgung sowie in spezialisierten Lungenfachkliniken. Nicht in Grundversorgung oder nicht-thoraxchirurgischen Fachkrankenhäusern.
Gefäßchirurgie
Operative und interventionelle Behandlung von Erkrankungen der Arterien und Venen. In Regel- und Maximalversorgung sowie in Gefäßzentren. Fehlt in Grundversorgung und in Fachkrankenhäusern ohne gefäßchirurgischen Schwerpunkt.
Herzchirurgie
Operative Behandlung von Herzerkrankungen einschließlich Bypass- und Klappenchirurgie sowie herzchirurgischer Intensivmedizin. Ausschließlich in ausgewählten Maximalversorgern und spezialisierten Herzzentren. Nicht in Grund- oder Regelversorgung und nicht in nicht-kardiochirurgischen Fachkrankenhäusern.
Neurochirurgie
Operative Behandlung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems einschließlich Hirntumoren, Gefäßmalformationen und Wirbelsäuleneingriffen. In Maximalversorgung und neurochirurgischen Zentren. Fehlt in Grundversorgung und in den meisten Fachkrankenhäusern ohne neurochirurgischen Auftrag.
Kinderchirurgie
Operative Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen. In Kinderkliniken und Universitätskliniken mit pädiatrischem Schwerpunkt. Nicht in Erwachsenen-Allgemeinkrankenhäusern der Grundversorgung und nicht in nicht-pädiatrischen Fachkrankenhäusern.
Plastische und Rekonstruktive Chirurgie
Wiederherstellende und ästhetische Operationen, Behandlung von Verbrennungen und komplexen Weichteildefekten. In größeren Allgemeinkrankenhäusern und spezialisierten Fachkliniken. Fehlt in Grundversorgung und in den meisten nicht-chirurgischen Fachkrankenhäusern.
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG)
Operative Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Gesichts, der Kiefer und der Mundhöhle. In Universitätskliniken und größeren Häusern mit entsprechendem Schwerpunkt. Nicht flächendeckend in Grundversorgung.
Internistische Fachabteilungen
Allgemeine Innere Medizin
Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der inneren Organe. Kernabteilung jeder Grundversorgung. In größeren Häusern in Schwerpunkte untergliedert.
Kardiologie und Angiologie
Diagnostik und Therapie von Herz- und Gefäßerkrankungen einschließlich Herzkatheter und interventioneller Kardiologie. Ab Regelversorgung häufig eigenständig; in Maximalversorgung mit hochspezialisierten Einheiten (Chest Pain Unit). Nicht als eigenständige Abteilung in reinen Fachkrankenhäusern ohne internistischen Schwerpunkt.
Gastroenterologie und Hepatologie
Erkrankungen des Verdauungstraktes, der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse einschließlich Endoskopie. In Regel- und Maximalversorgung sowie in gastroenterologischen Fachkliniken. Fehlt als eigenständige Abteilung in Grundversorgung und in nicht-gastroenterologischen Fachkrankenhäusern.
Pneumologie
Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. In größeren Allgemeinkrankenhäusern und in Lungenfachkliniken. Nicht zwingend in Grundversorgung.
Nephrologie
Erkrankungen der Nieren einschließlich Dialyse. In Regel- und Maximalversorgung sowie in nephrologischen Zentren. Fehlt in Grundversorgung und in nicht einschlägigen Fachkrankenhäusern.
Hämatologie und internistische Onkologie
Erkrankungen des Blutes und bösartige Tumorerkrankungen mit chemotherapeutischer und systemischer Therapie. In größeren Häusern und onkologischen Zentren. Nicht flächendeckend in Grundversorgung.
Endokrinologie und Diabetologie
Erkrankungen der hormonproduzierenden Drüsen und Stoffwechselerkrankungen. Häufig als Schwerpunkt innerhalb der Inneren Medizin oder eigenständig in größeren Häusern.
Geriatrie
Behandlung alterstypischer Erkrankungen und multimorbider Patienten. In vielen Allgemeinkrankenhäusern und in geriatrischen Fachkliniken. Nicht in reinen Kinder- oder psychiatrischen Fachkrankenhäusern.
Rheumatologie und Infektiologie
Entzündliche Gelenkerkrankungen und Infektionskrankheiten. Vorrangig in größeren Häusern und spezialisierten Abteilungen. Fehlen in Grundversorgung und in nicht einschlägigen Fachkrankenhäusern.
Weitere klinische Fachabteilungen
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Diagnostik und Therapie gynäkologischer Erkrankungen sowie Geburtshilfe. In vielen Häusern der Grund- und Regelversorgung sowie in Frauenkliniken. Fehlt in reinen Männerfachkliniken oder nicht-gynäkologischen Fachkrankenhäusern.
Kinder- und Jugendmedizin (Pädiatrie)
Behandlung von Erkrankungen bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen einschließlich Neonatologie. In Kinderkliniken und größeren Allgemeinkrankenhäusern. Nicht in reinen Erwachsenen-Fachkrankenhäusern.
Neurologie
Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Ab Regelversorgung häufig vorhanden; in Maximalversorgung mit Stroke Unit. Fehlt in Grundversorgung und in nicht-neurologischen Fachkrankenhäusern.
Psychiatrie und Psychotherapie
Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen. In psychiatrischen Fachkrankenhäusern und in größeren Allgemeinkrankenhäusern mit psychiatrischer Abteilung. Nicht in rein somatischen Fachkrankenhäusern ohne psychiatrischen Auftrag.
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. In spezialisierten Fachkliniken und Universitätskliniken. Fehlt in Erwachsenen-Allgemeinkrankenhäusern der Grundversorgung.
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Behandlung psychosomatischer Erkrankungen. In psychosomatischen Fachkliniken und in größeren Häusern. Nicht flächendeckend vorhanden.
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO)
Erkrankungen und Verletzungen von Ohr, Nase, Rachen und Kehlkopf. In Regel- und Maximalversorgung sowie in HNO-Fachkliniken. Fehlt in Grundversorgung und in nicht-HNO-Fachkrankenhäusern.
Augenheilkunde (Ophthalmologie)
Erkrankungen des Auges. In Regel- und Maximalversorgung sowie in Augenfachkliniken. Nicht in Grundversorgung.
Haut- und Geschlechtskrankheiten (Dermatologie und Venerologie)
Erkrankungen der Haut und sexuell übertragbare Erkrankungen. In größeren Allgemeinkrankenhäusern und in Hautkliniken. Fehlt in Grundversorgung und in nicht-dermatologischen Fachkrankenhäusern.
Urologie
Erkrankungen der Harnorgane und der männlichen Geschlechtsorgane. Ab Regelversorgung häufig vorhanden. Nicht in reinen Frauen- oder Kinderfachkliniken ohne urologischen Schwerpunkt.
Strahlentherapie
Bestrahlung bösartiger Tumoren. In onkologischen Zentren und Maximalversorgung. Nicht in Grundversorgung.
Nuklearmedizin
Diagnostik und Therapie mit offenen radioaktiven Substanzen. In größeren Häusern und spezialisierten Zentren. Nicht flächendeckend.
Zentrale und interdisziplinäre Einrichtungen
Anästhesiologie und Intensivmedizin
Narkosen, Schmerztherapie, Notfallmedizin und Intensivstationen. In nahezu allen akutstationären Krankenhäusern mit operativem oder intensivmedizinischem Auftrag vorhanden. Fehlt in reinen Rehabilitationskliniken ohne operative Komponente und in manchen Fachkrankenhäusern ohne entsprechende Intensivkapazität.
Radiologie und Neuroradiologie
Bildgebende Diagnostik (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall) und interventionelle Verfahren. In allen akutstationären Häusern ab einer bestimmten Größe. Neuroradiologie vorrangig in Maximalversorgung mit neurochirurgischem oder neurologischem Schwerpunkt.
Pathologie und Laboratoriumsmedizin
Histologische, zytologische und labormedizinische Diagnostik. Zentral oder als Institut organisiert; in allen Krankenhäusern mit entsprechendem Versorgungsauftrag verfügbar, häufig über Kooperationen.
Zentrale Notaufnahme und Notfallmedizin
Interdisziplinäre Erstversorgung von Notfällen. In Häusern mit Notfallversorgung (Basis, erweiterte oder umfassende). Fehlt in Fachkrankenhäusern ohne Notfallauftrag und in reinen Rehabilitationskliniken.
Palliativmedizin
Versorgung schwerkranker und sterbender Patienten. Als eigenständige Station oder als Konsildienst in größeren Häusern. Nicht in reinen Akut-Fachkrankenhäusern ohne palliativen Auftrag.
Besonderheiten nach Kliniktypen
Universitätskliniken halten in der Regel das vollständige Spektrum einschließlich hochspezialisierter Abteilungen (Transplantationschirurgie, Kinderonkologie, komplexe Intensivmedizin) vor und erfüllen zusätzlich Aufgaben in Forschung und Lehre.
Fachkrankenhäuser (zum Beispiel Psychiatrie, Kinderheilkunde, Orthopädie, Herzchirurgie) beschränken sich auf die Abteilungen ihres Schwerpunktes und die dafür erforderlichen unterstützenden Einrichtungen. Operative Abteilungen fehlen in rein psychiatrischen oder psychosomatischen Fachkrankenhäusern; internistische und chirurgische Abteilungen fehlen in reinen Rehabilitationskliniken ohne akuten Versorgungsauftrag.
Rehabilitationskliniken konzentrieren sich auf fachbezogene Therapieabteilungen (Orthopädie, Neurologie, Kardiologie, Psychosomatik, Geriatrie) und halten keine oder nur begrenzte akutoperative Kapazitäten vor.
Belegkrankenhäuser stellen Räumlichkeiten und pflegerische Betreuung bereit; die ärztliche Leitung erfolgt durch externe Belegärzte. Das Abteilungsspektrum ist in der Regel begrenzt und nicht mit dem eines Vollversorgers vergleichbar.
